Ernährungberatung/ -therapie

Wir arbeiten in der Ernährungsberatung/ -therapie auf zwei Ebenen, der Nährstoffebene und der Verhaltensebene.

Die Nährstoffebene ist gekennzeichnet durch die körperliche Versorgung mit Energie (Kalorien) und Nährstoffen (Vitamine, Mineralstoffe etc.).
Diese ist wichtig Gehirnfunktion, Muskelfunktion, Regulation physiologischer/körperlicher Prozesse – wie Stoffwechsel, biochemische Abläufe, Funktionsstörungen etc.

Die Verhaltensebene ist gekennzeichnet durch bspw. erlerntes Essverhalten, verlernte Hunger-Sättigungswahrnehmung und Regulation durch Überangebot, Werbung, erlernte familiäre Esskultur (auch Länderspezifisch), Glaubenssätze, Scham & Schuld, soziale Faktoren, gesellschaftliche Normen uvm.

Beide Ebenen greifen sowohl in der Prävention als auch in der Therapie, da es immer um eine ganzheitliche Anschauung des Menschen geht. Jeder darf jedoch selbst entscheiden, wie weit er sich in die Tiefe seiner eigenen Ebenen begibt und somit arbeiten wir immer auf der Ebene, die Sie mir vorgeben. Wenn Sie reine Informationen auf der Nährstoffebene wünschen, kann ich gerne auch nur diese vermitteln. Dieses sei so deutlich gesagt, damit sich kein Klient gedrängt fühlt oder Ängste entwickelt, dass wir ohne Einwilligung in den Tiefen der Persönlichkeitsstruktur stöbern. Nichts desto trotz empfehle ich jedem genauer hinzuschauen, welche Strukturen und Muster sich im Essverhalten wiederspiegeln und zu erforschen, woher diese kommen, da dies eine große Unterstützung im Prozess der Verhaltensveränderung bietet.

Beispiele für Konditionierungen die sich im späteren Essverhalten wiederspiegeln sind:

„Du musst den Teller leer essen, sonst gibt es morgen schlechtes Wetter“

…„die Kinder in Afrika verhungern“…

…„wenn du schön aufisst, gibt es danach ein Eis“…

“Iss doch noch ein Stück Kuchen, ich hab mir doch solche Mühe gemacht“

…und viele Weitere…

Komplexe Zusammenhänge zwischen Essen und Psyche werden bereits seit geraumer Zeit erforscht.
Sowohl „positive“ als auch „negative“ Emotionen haben Einfluss auf ein verändertes Essverhalten.

Psychologische Beratung

„bezeichnet eine psychologische Maßnahme zur Aufarbeitung und Überwindung von Problemen sowie Konflikten und ist eine zentrale Interventionstechnik im Bereich der nichtheilkundlichen Psychologie“

Die psychologische Beratung wirkt als Hilfestellung und Unterstützung bei aktuellen Lebenskrisen. Diese richtet sich an den psychisch gesunden Menschen. Jeder Mensch hat einen Rucksack dabei, voller Erfahrungen, voller Glaubensmuster und voller Urteile. Diese spiegeln sich oft in unserem Verhalten wieder und führen somit zu verschiedenen Verstrickungen und Konflikten des alltäglichen Lebens. Es entstehen Sorgen, Zweifel und Krisen sowohl im zwischenmenschlichen als auch im beruflichen Bereich.

Hierbei kann es hilfreich sein eine andere Sicht der Dinge einzunehmen, sich wiederholende Situationen anzuschauen und diese zu überwinden.
Nach meiner Erfahrung ist die erste Hilfe bereits geschehen, wenn man sich jemanden anvertrauen kann, der zuhört, versteht und nicht urteilt.
Dies lässt bereits den Druck sinken und die Emotionen fließen. Man fühlt sich wieder in der Lage die Situation/Krise neutraler und nicht emotionsgeladen anzuschauen und findet somit Lösungen und Wege, wie die Situation ins positive und zum eigenen Wohlbefinden verändert werden kann.

Ich bin überzeugt davon, dass jeder Mensch Experte für sich selbst ist und somit alle Lösungswege für die Verbesserung seiner Lebensqualität
und Lösung seiner Problemsituationen in sich selbst finden kann. Oft liegt eben die Lösung in dem Problem selbst.
Gerne unterstütze ich Sie dabei Ihren persönlichen Weg zu mehr Lebenszufriedenheit & Glück zu finden.

Personen-/Klientenzentrierte Gesprächspsychotherapie
(GPT – nach Carl Rogers)

Die klientenzentrierte Gesprächspsychotherapie unterliegt der Grundannahme, dass jeder Mensch über eine Selbstaktualisierungstendenz und über ein Selbstaktualisierungspotenzial verfügt.  Dies bedeutet soviel, dass jedes Individuum in der Lage ist, sich selbst zu begreifen und seine Selbstkonzepte und Grundeinstellungen zu sich und zum Leben zu hinterfragen und zu verändern.  Neurotische Symptome entstehen hiernach durch einer Inkongruenz zwischen dem Selbstkonzept und neuen Erfahrungen von Teilen des Selbst. bzw. durch eine Diskrepanz zwischen dem Bedürfnis nach bedingungsloser Wertschätzung und negativen Erfahrungen im Laufe des Lebens eines Individuums.

Die GPT betrachtet den Menschen als Experten seiner selbst. Dahinter steht die Annahme, dass der Mensch von Natur aus gut ist, selbst weiß, was für ihn am besten ist und über Potenziale verfügt, sich selbst zu heilen/ seine Probleme selbst zu lösen. Der Mensch wird hier als gleichberechtigtes und ganzheitliches Wesen (Kognition, Emotion, Motivation) betrachtet und steht im Mittelpunkt der Therapie. Anders als bei der Psychoanalyse und den behavioristischen Ansätzen, wo die Triebe oder auch ein Reiz-Reaktions-Verhalten den Menschen bestimmen, sieht der humanistische Ansatz, dass der Mensch über eine Selbststeuerung verfügt.

Dieses geschieht in der Therapie durch die unterstützende Haltung des Therapeuten im Gespräch. Dieser ist kongruent, empathisch und akzeptierend und gibt damit dem Klienten die Möglichkeit, sich selbst zu entdecken, zu verstehen und neu zu begreifen.  Der Therapeut regt den Klienten zur Selbstexploration an, wiederholt die Aussagen und verbalisiert die Gefühle, die mitschwingen (die er wahrnimmt).

Therapieziel hierbei ist die sogenannte „fully functioning person“ – „die voll funktionsfähige Person“, welche ihr eigenes Selbst wertschätzt, offen gegenüber neuen Erfahrungen wird, in der Lage ist die Realität unverzerrt wahrzunehmen und somit reife, befriedigende, soziale Interaktionen zu führen. Die Therapie unterstützt das Selbstbild und die Erfahrungen in Einklang miteinander zu bringen.

Diesen Ansatz teile ich und biete somit diese Art von Unterstützung an.

Indikationen für die GPT sind alle neurotischen und psychosomatischen Erkrankungen